Die Zweiten 50 sind...
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Das Leben ist ein langer Fluss
Über das Älterwerden

von Patricia Tudor-Sandahl

EUR 8,00
brosch., 160 Seiten
Herder, 2004
ISBN 3451059231

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»Das Leben ist ein langer Fluss«
von Dr. Winfried Bachmann

»Wir lesen Bücher über das Leben nach fünfzig, keckmuntere Bücher darüber, wie man jünger aussehen, sich jünger fühlen, sich jung halten kann - Kein einziges Buch darüber, wie man alt werden kann, was das Alter zu geben hat, wie viele ganz neue und spannende Erfahrungen vor so vielen von uns liegen, die wir als Erste entdecken werden und für die wir Zeit haben, um sie zu erforschen.«

Patricia Tudor-Sandahl hat sich dieser Herausforderung gestellt und ihre Gedanken und Erkenntnisse zum Älterwerden in einprägsamen Bildern entwickelt. Eines ihrer Leitbilder ist dabei sicherlich der englische Ausdruck »to grow old«, in welchem sich das Wachsen und Werden im Alter ausdrückt. Und so setzt sie den vorherrschenden Fassaden-Tünch-Versuchen und Tipps und Beschwörungen, wie man wieder jünger aussehen kann, ihre Sicht entgegen, in dem es um den Mut geht, das Fremde zuzulassen und kennenzulernen und so seinem eigenen Alter und damit sich selbst zu begegnen. »Probleme entstehen«, so schreibt sie, »wenn wir versuchen, den Nachmittag des Lebens nach dem Muster des Vormittags zu leben«.

Ein Schwerpunkt ihres Buches ist das dritte Alter - das sind die Jahre zwischen 50 und 70 -, die Grenzerfahrung des »nicht mehr jung und noch nicht alt« und die damit verbundenen inneren Auseinandersetzungen um mögliche Strategien (ignorieren, ankämpfen, sich fügen oder Neues entdecken), wie man diese Zeit - so ihre Einladung - als eine Periode fortwährender Entwicklungen begreifen kann: »Wenn wir über 50 sind, ist das Allerwichtigste, auf unsere eigene innere Stimme zu hören und dann darauf hinzuarbeiten, dass sie ihren Ausdruck findet« (S. 34). »Viele tragen im dritten Alter immer noch ihr Jugendbild mit sich herum und alle scheinen sich schwer damit zu tun, ihrem Alter entsprechende Bilder von sich zu entwerfen«.

Und auch sonst spart sie kein Thema aus - sei es die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper (»Wenn wir nur die Oberfläche pflegen, verkümmert der innere Mensch« S. 50), ferner Liebe und Sexualität, das Wiederentdecken der Werte- und Sinnfrage und schließlich das Sterben (»Die Kunst zu sterben ist ausgestorben«.

Ihr Ziel ist, im Zuge eines Paradigmenwechsels die Lebensaufgaben der 2. Lebenshälfte zu entdecken und auch diese Lebensphasen als eine Periode fortwährender Entwicklungen zu betrachten. Zu diesem Thema hat sie ein einfühlsames Mutmacher-Buch geschrieben mit vielen lebendigen Bildern, guten Ideen und nachdenkenswerten Aussagen. Vielen Dank, Frau Tudor-Sandahl!

Dr. Winfried Bachmann

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